Kombiwetten-Bonus: Zehn Anbieter mit Erlaubnis im Kostenvergleich

Updated Oktober 2026
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Die erste Kombiwette, die ein Spieler zusammenklickt, sieht immer nach einem Geschenk aus. Drei Favoriten, drei saubere Quoten, und plötzlich steht eine Gesamtquote von 7,20 auf dem Wettschein. Dass dieselbe Multiplikation, die die Quote nach oben treibt, den Quotenschlüssel des Buchmachers mit nach oben nimmt, steht nirgends. Genau dort beginnt diese Seite: bei dem, was eine Kombiwette und ein Kombiwetten-Bonus den Spielenden kosten, und bei den zehn Anbietern mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis, die solche Boni überhaupt bewerben dürfen.

Vier Fußbälle in unterschiedlichen Abständen auf einem Rasenplatz, von schräg oben fotografiert, mit weichen Schatten.
Bei DAZN Bet wird auf jede Sportwette ein Quotenabschlag von 5 % erhoben, der auch als Wettsteuer bekannt ist.

Stand: 30. Oktober 2026 — Erlaubnisangaben abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Was eine Kombiwette ist und wie die Gesamtquote entsteht

Eine Kombiwette verbindet mehrere Auswahlen zu einem einzigen Wettschein. Alle müssen eintreten, sonst ist die Wette verloren — eine Auswahl reicht, um den gesamten Einsatz zu kosten. Der Anreiz liegt in der Mathematik dahinter: Weil die Einzelquoten multipliziert werden, wächst die Gesamtquote mit jeder weiteren Auswahl, und sie wächst schneller, als der Einsatz wächst. Wer 1,50, 2,00 und 2,50 nebeneinanderstellt, bekommt nicht die Summe, sondern das Produkt.

Ein Notizbuch mit handgeschriebenen Rechnungen und ein Taschenrechner auf einem Schreibtisch neben einer Teetasse.
Bonusgewinne bei bpremium können erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 ausgezahlt werden.

Das ist die Stelle, an der die meisten Rechnungen im Kopf schiefgehen. Ein wettender Mensch addiert. Ein Buchmacher multipliziert, und er multipliziert seinen eigenen Vorteil gleich mit.

*grundlag*

Bei 1 € Einsatz pro Linie zahlt die Dreierkombination aus 1,50, 2,00 und 2,50 nach der Multiplikation 7,50 € zurück — das ist der Bruttorückfluss aus Einsatz mal Gesamtquote, der Nettogewinn läge bei 6,50 € je Einheit.

Der Quotenschlüssel, der mit jeder Auswahl sinkt

Ein Quotenschlüssel beschreibt den Anteil aller Einsätze eines Marktes, den der Veranstalter im Durchschnitt wieder ausschüttet. Man liest ihn aus allen Quoten eines Marktes gleichzeitig, nicht aus einer einzelnen Quote, und die Differenz zu 100 % ist die Marge des Anbieters. Bei einer klassischen Dreiweg-Wette auf ein Fußballspiel liegt der Buchmacher regelmäßig im Bereich von rund fünf Prozent — diese Zahl ist der Durchschnitt über die gesamte Liga und über eine ganze Saison, nicht der exakte Wert einer einzelnen Paarung. Wer 1,90, 3,60 und 4,40 liest, findet brauchbare Quoten.

Eine leere Tribüne eines Fußballstadions bei Tageslicht, Sitzschalen in Reihen und dahinter ein Flutlichtmast.
Auf der Whitelist der GGL ist für AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020.

Verbindet man nun zwei Märkte mit bescheidenem Abschlag, entsteht kein größerer Vorteil für den Spielenden, sondern ein größerer für den Buchmacher. Der Schlüssel des ersten Marktes wird mit dem des zweiten verrechnet, und aus zwei kleinen Abschlägen wird ein spürbarer. Bei drei Auswahlen in drei verschiedenen Spielen passiert dasselbe mit drei Abschlägen. Die Gesamtquote sieht verlockend aus, weil sie groß ist — aber die Lücke zwischen fairer Quote und gezahlter Quote ist mitgewachsen, und keine der beiden Zahlen steht auf dem Wettschein.

Das ist der erste Kostenposten dieses Themas, und er versteckt sich hinter der Freude über die große Zahl.

Wo ein Kombiwetten-Bonus in dieses Bild passt

Ein Kombiwetten-Bonus ist ein Zusatz, den ein Anbieter anbietet, wenn mehrere Auswahlen auf einem Wettschein stehen. Die Formen sind unterschiedlich: ein prozentualer Gewinnaufschlag, eine Gratiswette ab einer bestimmten Auswahlzahl, ein Versicherungsversprechen für knapp verlorene Kombis. Gemeinsam ist allen, dass sie an Bedingungen hängen, die der Bonusgeber selbst schreibt, denn eine gesetzliche Regel, die Höhe, Umsatz oder Mindestquote eines Sportwetten-Bonus festlegt, gibt es im Glücksspielstaatsvertrag nicht.

Ein Bonus ist also nie ein Geschenk, sondern eine Bedingung mit einer Zahl daneben. Wer den Aufschlag will, muss die Kombination so bauen, wie der Anbieter sie haben will: mit einer Mindestgesamtquote, oft mit einer Mindestanzahl an Auswahlen, gelegentlich mit einer Frist. Der Bonus bezahlt diese Einschränkung nicht zurück; er verlangt sie. Deshalb steht vor jedem Anbieterurteil dieser Seite die Frage, was sein Angebot an Umsatz, Mindestquote, Frist und Gewinnkappung kostet.

Was eine Kombiwette nach deutschen Regeln sein darf

Wer eine Kombination aus Auswahlen zusammenstellt, tut das in einem regulierten Format. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 erlaubt feste Gewinnwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorgänge innerhalb eines Geschehens, und zwar ausdrücklich als Einzel- oder als Kombinationswette. Was ein Anbieter anbieten darf, steht in seinem Sportwettprogramm, und das legt die Aufsicht fest — nicht der Spieler, nicht der Wettschein.

Daraus folgt praktisch, dass die Auswahl an kombinierbaren Märkten kleiner ist, als die Oberfläche vieler Anbieter vermuten lässt.

Livewetten sind das enge Feld

Während ein Ereignis läuft, ist deutlich weniger erlaubt als vor dem Anpfiff. Zulässig sind Livewetten nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen vergleichbaren Vorgang in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist damit zulässig, der nächste Satz im Tennis ebenso. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind es nicht — zu häufig, zu gut vorhersagbar, zu leicht zu manipulieren.

Wer eine Live-Kombi plant, sollte diesen Unterschied kennen, weil er die Auswahl auf dem Bildschirm direkt begrenzt. Ein Anbieter, der Live-Kombis mit nächstem Korb bewirbt, beschreibt etwas, das nach deutschem Recht nicht angeboten werden darf.

Was daneben verboten ist — und was ungeregelt bleibt

Nicht erlaubt sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen; in der Verwaltungspraxis der Aufsicht zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Manipulationsanfällige Wetten sind es ebenfalls nicht, ebenso wenig Wetten auf Regelverstöße oder deren Ahndung, und Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse fallen aus. E-Sport ist kein Sport im Sinne dieser Regeln, entsprechend existiert keine erlaubte E-Sport-Wette in Deutschland.

Ausgezahlt wird erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Eine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro Wette kennt das Sportwettenrecht nicht — ein Umstand, den Anbieter gern vergessen, wenn sie mit hohen Gewinnlimits werben.

Cash Out schließlich ist in keiner Vorschrift und in keiner Aufsichtsregel geregelt. Es bleibt das, was es ist: eine Funktion des jeweiligen Anbieters, mit den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer den Ausstieg zur Kombiwetten-Strategie erklärt, verkauft ein Produkt.

Warum die Erlaubnis das erste Kriterium ist und nicht das letzte

Eine Sportwetten-Erlaubnis ist in Deutschland keine Formalie, sondern die Voraussetzung dafür, dass ein Anbieter überhaupt Verträge schließen darf. Wer Sportwetten ins deutsche Publikum vermittelt, ohne eine Erlaubnis zu haben, betreibt unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, aus Anjouan oder aus Malta entfaltet hier keine Wirkung; die Aufsicht warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor Angeboten ohne Erlaubnis und nennt dabei auch illegale Anbieter mit Namen.

*rechtsla*

Für AdmiralBet führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020.

Der praktische Prüfschritt ist einfach und dauert eine Minute: Whitelist öffnen, Domain suchen, Betreiberin ablesen. Die Liste ist die einzige belastbare Auskunft darüber, wer eine Erlaubnis hat, und sie zeigt auch, wem sie gehört — nicht wer am lautesten wirbt, sondern wer dort eingetragen ist. Eine .de-Domain allein beweist hingegen nichts; sie ist keine Erlaubnis, nur eine Endung.

Dass eine Betreiberin eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besitzt, sagt über ihr Sportwettenangebot nichts. Es sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln, und wer das verwechselt, hält den Casino-Bereich für den Sportwetten-Bereich.

Steuern: der Abschlag, der im Produkt landet

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % des Betrags, der als Einsatz gezahlt wird, abzüglich der Steuer selbst — gerechnet auf die Bemessungsgrundlage entspricht das rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht die Person, die sie platziert. Ob und wie er sie weitergibt, entscheidet jeder Anbieter in seinen eigenen Bedingungen.

Und hier hört die Theorie auf, weil die Weitergabe zwei völlig verschiedene Formen annimmt. Einige Anbieter ziehen einen festen Abschlag von jeder Sportwette ab, andere rechnen gegen den Gewinn, wieder andere bewerben einen Verzicht darauf.

Bei DAZN Bet wird auf jede Sportwette ein Quotenabschlag von 5 % erhoben, der auch als Wettsteuer bekannt ist; er wird automatisch berechnet, und im Kontoverlauf sind Einsatz und Quotenabschlag je Wette sichtbar. Wer dort 100 € am Monatsende umsetzt, findet den Posten also sauber aufgeschlüsselt vor — das ist saubere Transparenz über einen Abzug, den die Werbung nicht erwähnt.

Bei ODDSET fällt nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Kundinnen und Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette an; der Nettogewinn ergibt sich erst nach Abzug dieser Gebühr. Die Wette bezahlt also erst im Gewinnfall.

Bei Sportingbet nennen die Wettregeln eine Steuer von 5 % des Wetteinsatzes nach § 17 des Rennwett- und Lotteriegesetzes; bei gewonnenen Wetten behält das Unternehmen 5 % des Bruttogewinns aus Einsatz mal Quote ein. Zwei Abschläge in einem Text, und wer ihn nur überfliegt, kennt hinterher keinen von beiden.

Interwetten formuliert es im Sportwettenbereich zweimal unterschiedlich: Teil G Nr. 8 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Sportwetten hält fest, dass Interwetten die Sportwettensteuer trägt und bei Wetten einen Quotenabschlag von 5,3 % vornimmt, während Nr. 4.2 der Sportsbook-Regeln beschreibt, dass im Gewinnfall der Auszahlungsbetrag um einen 5,3 %igen Abschlag reduziert wird. Die Seite zur Besteuerung von Sportwetten spricht dagegen von einem Einbehalt vom Gewinn. Drei Textstellen, drei Lesarten — wer vor einer Beschwerde über die Höhe einer Auszahlung steht, sollte die Regeln des eigenen Anbieters in der Fassung lesen, die dort gerade gilt.

Für Kombiwetten ist das besonders relevant, weil sich die Steuer nicht wie ein Aufschlag verhält. Wer 5 % auf den Gewinn zahlt, merkt den Abzug bei einem hohen Kombi-Gewinn deutlich stärker als bei einer Einzelwette mit kleiner Quote, und wer 5 % auf den Einsatz zahlt, merkt ihn sofort. Winamax bewirbt sich im Footer seiner Website mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“; diese Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und dem 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist eine Werbeaussage mit einer externen Stichprobe dahinter, und immerhin eine Stichprobe, die sich datieren lässt.

Der Punkt, den kein Bonus zurücknimmt: Ob ein Anbieter 5 % vom Einsatz, 5 % vom Bruttogewinn oder 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer nimmt, ändert sich mit dem Anbieter und nicht mit dem Angebot. Bei einer Kombiwette mit sieben Auswahlen und einer Quote von 60 ist das keine Randnotiz mehr, sondern die Differenz zwischen zwei völlig verschiedenen Auszahlungen.

Was Kombiwetten den Spielenden kosten

Große Gesamtquoten und Hochrechnungen auf den Wettschein verändern das Verhalten. Wer eine Quote von 40 statt einer Quote von 1,80 vor sich sieht, legt mehr Geld auf den Zettel, obwohl die Chance auf den Gewinn in Wirklichkeit winzig ist — nicht, weil der Buchmacher das vorschreibt, sondern weil die Zahl auf dem Bildschirm so aussieht, als könnte man es mit einem etwas größeren Einsatz erzwingen. Ein Preis von 40 ist die belastbarste Verkaufsgrafik, die es im Sportwetten-Marketing gibt, und er wird von jedem Anbieter nach Kräften eingesetzt.

Der Spielerschutz, den der Gesetzgeber diesem Mechanismus entgegengestellt hat, ist entsprechend kein Beschwerdetext, sondern eine Reihe harter Regeln, die viele Spieler erst kennenlernen, wenn sie an sie stoßen.

Der Rahmen, der ab dem ersten Klick gilt

Mitwirken darf nur, wer 18 Jahre alt ist. Pro Anbieter ist ein Konto vorgesehen, vollständig verifiziert; vor Abschluss der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das erklärt die verbreitete Irritation, wenn eine Auszahlung nach der Anmeldung nicht ankommt: Vor der Verifizierung zahlt der Anbieter nichts aus, und das ist keine Kulanzfrage.

Für die Einzahlungen gilt ein monatliches Limit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die Limitdatei LUGAS. Ein Anbieter kann für eine einzelne Person einen höheren Satz zulassen, bis 10.000 € und in einem schmalen Korridor bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler — aber nur auf nachweisbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Absenkungen wirken sofort, Anhebungen erst nach sieben Tagen, und parallel bei mehreren Anbietern zu spielen, ist untersagt; dafür existiert die Aktivitätsdatei.

Wer im August 1.000 € eingezahlt hat, kann im September einen Kombiwetten-Bonus nicht einfach mit der nächsten Einzahlung mitfinanzieren. Das Limit sitzt quer vor jedem Bonus, und es sitzt anbieterübergreifend.

OASIS, Panikbutton und das, was ohne Erlaubnis fehlt

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich dort mit einer Frist sperrt, bleibt mindestens drei Monate gesperrt; wer keine Frist nennt, mindestens ein Jahr. Der Panikbutton sperrt ein Konto sofort für 24 Stunden. Diese Instrumente haben eine gemeinsame Eigenschaft: Sie greifen anbieterübergreifend, und sie lassen sich nicht umgehen, indem man ein zweites Konto unter einer neuen Adresse anlegt.

Ohne Erlaubnis fehlt das alles. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ist weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen; wer dort spielt, hat kein Einzahlungslimit, das ihn bremst, keine Sperre, die ihn auffängt, und keinen deutschen Rechtsweg gegen das Unternehmen, weil es sich nicht an deutsches Glücksspielrecht gebunden fühlt. Dass derselbe Anbieter unter Umständen höhere Limits zulässt, ist keine Gegenleistung, sondern die Kehrseite.

Der rechtliche Teil, den diese Seite nicht dramatisiert: Auch aus der Sicht des Strafrechts gibt es Konsequenzen für die Vermittlung — wer unerlaubtes Glücksspiel veranstaltet oder bewirbt, handelt strafbar; für die Teilnahme von Spielenden selbst ist eine Strafverfolgung in der Praxis nicht belegt. Das ist keine Freigabe und keine Drohung. Es ist der Stand der Dinge, und wer das anders erzählt, verkauft entweder ein Produkt oder eine Angst.

Was passiert, wenn es schiefgeht: keine Gebrauchsanweisung

Der zivilrechtliche Reflex, den manche Wettforen predigen — im Streitfall die verlorenen Einsätze zurückholen —, ist komplizierter als die Parole. Der Bundesgerichtshof hat dem Gerichtshof der Europäischen Union am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; das Verfahren läuft unter dem Aktenzeichen I ZR 90/23, und der Kläger fordert von einem maltesischen Anbieter mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 hält Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Wer in dieser Zeile ein Versprechen liest, liest falsch. Es ist die Erwägung eines Generalanwalts, und die Fälle, in denen deutsche Zivilgerichte Anbietern ohne deutsche Erlaubnis die Rückzahlung von Einsätzen aufgegeben haben, sind Einzelfälle, kein System. Ein Kombiwetten-Bonus bei einem Anbieter ohne Erlaubnis bleibt ein wirtschaftliches Risiko, das keine Strategie absichert.

Die vier Kostenposten und die Reihenfolge ihrer Prüfung

Der Abschlag des Marktes, der Abschlag der Steuer, der Umsatz des Bonus und schließlich das Limit oder die Frist, das beziehungsweise die an einem hängt — in dieser Reihenfolge schlagen die vier Posten zu, und keiner davon ist optional.

Zuerst zahlt jeder Spielende den Preis der Quote, mit dem er es zu tun hat, und nirgends ist er größer als in einer langen Kombination. Danach kommt der Abschlag, der auf den Wettschein kommt: entweder auf den Einsatz, den Bruttogewinn oder gar nicht, je nach Anbieter. Erst dann wird ein Bonus interessant oder uninteressant. Und am Ende steht die Bedingung, die verhindert, dass der Bonus zu einer Auszahlung wird.

Praktisch heißt das: Wer die Reihenfolge umdreht und bei der Bonuswerbung anfängt, liest sich durch zehn Anbieter, ohne dass ein einziges Mal die Kombi zustande kommt, die er eigentlich spielt. Die Prüfung in dieser Reihenfolge ist langweiliger und dauert länger, aber sie führt zu einer Entscheidung.

Kombiwetten-Strategie: was Form und Statistik leisten und was nicht

Wer sich mit Kombiwetten beschäftigt, landet schnell bei den sogenannten Strategien. Der Begriff deckt sehr verschiedene Dinge ab: die sportliche Analyse von Form, Statistik und Aufstellung, die technische Frage, welche Märkte sich sinnvoll verbinden lassen, und die Behauptung, mit der richtigen Methode das Ergebnis zu kennen. Die ersten beiden sind echte Arbeit. Die dritte ist Werbung.

Warum Analyse die Gesamtquote nicht rettet

Form und Statistik liefern Argumente für oder gegen eine Auswahl. Wenn eine Mannschaft vier Spiele in Folge mit derselben Aufstellung gewinnt, ist das ein Faktum, das gegen eine Wette auf den Gegner spricht. Was Statistik nicht liefert, ist eine sichere Quote. Eine Überlegung, die auf einer Mannschaft mit 70 % Siegquote in Heimspielen aufbaut, landet bei einem Wahrscheinlichkeitswert von etwa 0,7 — und sie landet dort, indem sie ignoriert, dass die Quote diese Information längst enthält. Der Buchmacher kennt die Heimbilanz genauso, er hat sie nur in den Preis eingebaut, und den Wettenden bleibt die Differenz zwischen fairer Quote und veröffentlichter.

In einer Einzelwette ist diese Differenz noch zu verschmerzen. In einer Kombiwette summieren sich die Differenzen aus allen Auswahlen: Wer fünf Auswahlen mit je 4 % Abschlag verbindet, hat nicht 4 % auf die gesamte Wette bezahlt, sondern deutlich mehr. Die Sportanalyse bleibt sinnvoll — sie hilft, eine Auswahl mit einem Gefühl zu unterlegen und vor dem größten Unsinn zu bewahren —, aber kein noch so sauberes Argument macht aus einer Kombination eine sichere Sache.

Das Umsatzmodell

Erfahrene Spieler langen bei dieser Frage bei einem Anbieter an, dessen Bonus verlangt, was er verlangt, und rechnen den Umsatz aus, bevor sie einzahlen. Ein Beispiel aus den eigenen Bedingungen eines Anbieters: Bei Sportwetten.de muss der eingezahlte Betrag einfach und der Bonusbetrag sechsfach mit Einsätzen auf Sportwetten umgesetzt werden, zulässig sind nur Wetten mit einer Mindestgesamtquote von 2,00 pro Wettschein; bei 100 € Einzahlung und 100 € Bonus beträgt der Gesamtumsatz 700 €.

Siebenhundert Euro Umsatz für zweihundert Euro Guthaben. Bei einem Mindesteinsatz von 1 € je Wettschein sind das siebenhundert Wetten mit einer Mindestquote von 2,00, und wer die in einem Monat schafft, hat ein anderes Verhältnis zu Sport als der durchschnittliche Kunde, der gehofft hatte, den Bonus einfach spazieren zu führen. Wichtiger als die Zahl der Wettscheine ist, was der Umsatz bedeutet: Es ist nicht nur die Zeit, die der Bonus bindet. Es ist wettender Umsatz an einem Ort, der in allen siebenhundert Wetten seine Marge behält, mit der Marge mal Umsatz als der wahrscheinlichen Rechnung.

Typwin verlangt einen anderen Weg: 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €, wobei Einzahlung und Bonus zusammen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden müssen, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 sind überhaupt zulässig. Die Mindestquote liegt hier niedriger als bei Sportwetten.de, der Umsatz dafür höher, und die Deckelung von 100 € pro Wettschein ist die Bedingung, die den Umsatz in die Länge zieht: Aus einer kleinen Zahl großer Wettscheine wird nichts, die Zeitplanung wird zu einem echten Bestandteil der Rechnung.

Welche Wetten sich verbinden lassen — und welche nicht

Nicht jeder Markt ist kombinierbar. Was das Sportwettprogramm eines Anbieters zulässt, entscheidet über die möglichen Auswahlen, und enge Märkte wie der nächste Punkt im Tennis fallen für die Livekombination von vornherein weg. In den klassischen Märkten dagegen — Sieger, Über/Unter, beide Teams treffen, Handicap — ist die Auswahl groß, und hier liegt die eigentliche Frage: eine Kombination aus Auswahlen derselben Liga, mit denselben äußeren Bedingungen, oder quer über Sportarten.

Wie ein Kombiwetten-Rechner funktioniert

Ein Kombirechner macht nichts anderes als multiplizieren. Er nimmt die Einzelquoten, bildet das Produkt, rechnet bei Systemwetten die verschiedenen Reihen getrennt und zeigt an, was bei vollständigem Erfolg zurückkommt. Wer ihn benutzt, tut gut daran, die Zahl auf dem Display als eine Zahl zu lesen und nicht als eine Prognose; er zeigt nämlich nicht, mit welcher Wahrscheinlichkeit dieser Betrag fließen wird, und genau diese Zahl entscheidet über den Wert der Kombination. Auch die Steuer und einen möglichen Gewinnaufschlag des Anbieters arbeitet er nicht ein, und bei einem Bonus schon gar nicht: Der Bonus verlangt Umsatz, der Rechner zeigt nur, was die Wette auszahlt.

Was das Absichern kostet

Eine Lay-Wette, also der Abschluss einer Gegenwette auf einer Wettbörse, die eine Kombiwetten-Auswahl ausgleicht, ist weder billig noch risikofrei. Der Absichernde zahlt doppelt: die Marge des Anbieters auf der Kombination, die im Preis steckt, und den Abschlag der Wettbörse auf der Gegenwette. Bei zwei Abschlägen in einer einzigen Position ist das Ergebnis fast immer eine kleine Garantie auf einen Verlust, und die Wahrscheinlichkeit, dass sich der ganze Aufwand trägt, ist klein. Für den Profibereich mag das eine Rechnung sein. Für einen Spieler, der eine Freiwette absichern möchte, ist es meistens die teuerste Variante, an die er überhaupt kommen kann.

Warum kein Tipp sicher ist

Kein Tipp ist sicher, und der Grund ist nicht Skepsis, sondern Arithmetik. Eine Kombination aus fünf Auswahlen, von denen jede zu 70 % eintritt, trifft vollständig in etwa 17 % der Fälle. Sechs Auswahlen derselben Qualität liegen unter 12 %. Die Addition der einzelnen Wahrscheinlichkeiten — die Methode, mit der man im Kopf eine Kombination für wahrscheinlich erklärt — ist die falsche Operation; die richtige ist die Multiplikation, und sie ist unerbittlich.

Das ist der Grund, warum die großen Quoten auf Kombischeinen existieren: Sie existieren, weil die Kombination selten vollständig aufgeht. Kein Tipp, kein System und keine noch so gute Analyse ändert an dieser Multiplikation etwas, und niemand, der eine sichere Kombination verkündet, kann wissen, was er da verspricht.

Kombiwetten-Bonus: woran sich die Anbieter unterscheiden

Aggregiert man die vier Kostenposten auf einen Bonus, bleiben genau zwei Dinge vergleichbar: die Umsatzbedingungen und die Mindestquote. Ein prozentualer Gewinnaufschlag klingt stark, bis man sieht, mit wie vielen Auswahlen er verlangt wird; eine Gratiswette klingt harmlos, bis man den Mindesteinsatz und die Frist liest. Die Vergleichstabelle führt deshalb das, was sich prüfen lässt, und lässt weg, was Werbung ist.

Der Rechenweg, auf den es hinausläuft

Zwei Anbieter verlangen 700 € Gesamtumsatz bei einer Mindestgesamtquote von 2,00 pro Wettschein; die gleiche Zahl kann aus sehr verschiedenen Verhältnissen stammen — einmal aus einer Einzahlung plus einem Bonus, einmal aus einem Bonus allein. Eine Regel, die unabhängig von der Höhe der Werbebotschaft gilt, lautet: Je niedriger die zugelassene Mindestquote, desto mehr Wettscheine taugen für die Erfüllung, und desto kürzer ist die Strecke. Bei einer Kombiwetten-Suche ist das ein Kriterium, das man vor dem Bonus prüfen und zur Not gegen den Bonus abwiegen kann.

Vergleichstabelle: Einordnung und Erlaubnisstand

Die folgende Übersicht ordnet die zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis nach Whitelist-Stand und Betreiberin, mit dem Erstdatum der Sportwetten-Erlaubnis.

Anbieter Eintrag in der Whitelist mit Sportwetten-Erlaubnis Betreiberin laut Whitelist Erlaubnis seit
Tipwin ja, Sportwetten Tipwin Limited 09.10.2020
Bet3000 ja, Sportwetten I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
DAZN Bet ja, Sportwetten DZBT Operations Limited 22.08.2023
Sportwetten.de ja, Sportwetten NetX Betting Limited 19.11.2020
bet-at-home ja, Sportwetten Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
AdmiralBet ja, Sportwetten Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Betway ja, Sportwetten Betway Limited 09.03.2021
Tipico ja, Sportwetten Tipico Co. Limited 09.10.2020
bpremium ja, Sportwetten Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020
888sport ja, Sportwetten 888 Germany Limited 30.06.2021

Was in der Tabelle nicht steht, ist das Bemessungsdatum der Liste: Sie zeigt Erstdatum und Folgeerlaubnisse, aber kein Ablaufdatum. Wer wissen will, ob eine Erlaubnis heute noch gilt, findet die Antwort in der Liste, nicht in einer abgelaufenen Pressemitteilung.

Die Spannbreite des Erstdatums ist ein guter Indikator für die Stabilität des Geschäfts. Sechs der zehn Anbieter sind seit 2020 oder 2021 in der Liste, was die Zahl jener Häuser groß macht, die den Markt vor dem Lizenzregime aufgebaut haben; einer, Bet3000, steht dort erst seit dem 22. April 2026, und ein Anbieter mit jüngerem Erstdatum hat weder die Preishistorie eines eingesessenen Hauses noch dessen Erfahrung mit den strengeren Bedingungen.

Und eine Zeile trennt die Tabelle nicht: Jeder Betreiber haftet mit der Erlaubnis, die die Liste ausweist, für genau die Domain, für die sie gilt. Ein Anbieter, der für zwei Domains gelistet ist, ist nicht zweimal lizenziert; einer, der nur über eine Domain verfügt, hat für die andere keine.

Umsatz und Mindestquote: die weniger praktische Hälfte

Die Bedingungen, die den Bonus steuern, stehen in den Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters, und sie lassen sich nicht nur aus dem Willkommensangebot ableiten. Bei bpremium etwa können Bonusgewinne aus Sportwetten nach den Nutzungsbedingungen erst nach fünfmaligem Einsatz des Bonusbetrags und des Fünffachen der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 ausgezahlt werden, und Angebote sind, wenn nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar. Die Mindestquote von 1,7 ist vergleichsweise freundlich; die Bedingung, zweimal fünf zu erfüllen, weniger. Wer den Bonus bis zur Auszahlung bringen will, muss beide Zahlen zusammen sehen.

Der Blick auf das Gesamtpaket

Die niedrigste Umsatzbedingung auf dem Markt ist nicht automatisch das beste Angebot, und die höchste nicht automatisch das schlechteste. Ein Bonus mit einer sehr niedrigen Mindestquote von 1,05 und einem Umsatz von einem Einfachen auf die Einzahlung ist praktisch eine Erstattung: Die Umsatzhürde ist so niedrig, dass sie nicht mehr als Hürde wirkt, und die Mindestquote so niedrig, dass fast jeder Wettschein taugt. Das ist die Kategorie, bei der man prüfen sollte, ob es überhaupt einen Bonus gibt.

Im direkten Vergleich fällt auf, dass Sportwetten.de mit einem Umsatz von insgesamt dem Siebenfachen arbeitet, aber mit einer Mindestquote von 2,00 — Wildwest-Spielerisch attraktiv nur für jemanden, der ohnehin Kombis mit hoher Quote baut. bpremium mit 1,7 als Mindestquote passt dagegen eher zu jemandem, der Kombinationen aus vielen einzelnen Favoriten baut, deren Gesamtquote die 2,00 lange nicht erreicht. Wer den Bonus nutzen will, sollte also vor dem Vergleich der Bedingungen vor sich selbst aufschreiben, welchen Wettstil er pflegt — wer am liebsten einzelne Favoriten kombiniert, braucht die 2,00 nicht, und wer umgekehrt lange Kombinationen spielt, kann die meisten Wettscheine auf 1,7 nicht bauen.

Was passiert, wenn eine Auswahl im Kombi dasteht

In einer Kombination entlarvt jeder einzelne Fehler die gesamte Wette. Ein Bonus, der nur einen Teil der Kombination abdeckt, mindert dieses Risiko nicht, sondern verschiebt es: Bei einer Kombination mit einer sehr hohen Gesamtquote steht der Bonusakt nicht auf einem sicheren Betrag, sondern auf einem Rabatt gegen die Seltenheit des Ereignisses.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Zehn Anbieter, zehn Angebote, dieselbe Frage: Was bleibt am Ende übrig. Die Reihenfolge dieser Übersicht ist keine Reihenfolge der Qualität; sie sagt nichts anderes als die Abfolge, in der die Bedingungen geprüft wurden.

Tipwin: fünffacher Umsatz auf Einzahlung plus Bonus — die strengste Rechenaufgabe im Feld

Der Sportwetten-Willkommensbonus von Tipwin beträgt 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €; Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 sind zulässig. Nach siebenmaligem Einsatz von 200 € sind 1.400 € Umsatz über den Wettschein gelaufen — bei einem Anteil von 100 € pro Wettschein, also mindestens vierzehn Wettscheine in einer nicht genannten Zeitspanne.

Die Mindestquote von 1,80 ist der freundliche Teil: Sie erlaubt klassische Kombinationen aus Favoriten und mittleren Quoten, und wer Kombinationen aus zwei bis drei Auswahlen baut, kommt über die 1,80 ohne große Verrenkungen hinaus. Der unattraktive Teil ist die Staffelung: 200 € Guthaben, aber nur ein Fünftel davon pro Wettschein. Bei Kombiwetten, die naturgemäß mehr als 100 € je Wettschein tragen, ist das eine Bremse, die den Bonus auf zwei bis drei große Wettscheine für einen Werbeempfänger schrumpfen lässt. Wer mit einem Einsatz von 1 € je Wettschein arbeitet, spart über den Deckelungsmechanismus nichts: Die Zahl der Wettscheine, die er für die Umsetzung braucht, hängt nicht an der Höhe des Bonus, sondern an der Gesamtumsatznummer, und die liegt bei 1.400 € — 1.400 Wettscheine à 1 €, unabhängig davon, wie geduldig man die auf dem Wettschein sammelt.

Bet3000: Neuling auf der Whitelist, über den Preis geführt

Bet3000 ist über I.B.C. Sportsbetting Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 22. April 2026 in der Liste geführt — ein Erlaubnisalter von wenigen Monaten gegenüber sechs Häusern mit einem Startdatum aus dem Jahr 2020. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber es macht ihn zum Einsteiger unter Etablierten.

Wer den Vergleich an der Rechenaufgabe ausrichtet, muss in die Bedingungen von Bet3000 selbst schauen; die Erlaubnis allein sagt nichts über einen Bonus. Für die Gruppe der Leser, die ohne Konto spielen, ist die Adresse wichtig: Bet3000 zahlt bei aktuellen Quoten aus, und ein Kombi mit hoher Gesamtquote kann eine Auszahlung auslösen, die ohne Konto gar nicht möglich ist.

DAZN Bet: Kombi-Boost ohne Kombi-Umsatz — 5 % gehen vorher weg

Das Geschäftsmodell von DAZN Bet hängt an einem Satz, der nirgends in der Werbung steht: Auf jede Sportwette wird ein Quotenabschlag von 5 % erhoben, der auch als Wettsteuer bekannt ist; er wird automatisch berechnet, und im Kontoverlauf sind Einsatz und Quotenabschlag je Wette sichtbar. Kein Willkommensbonus der Welt verändert diese 5 %, weil sie vor jeder Auszahlung greifen.

Genau das gehört in die Rechnung. Ein Kombi-Bonus, der einen Aufschlag auf den Gewinn verspricht, muss den dauerhaften Abschlag auf jede einzelne Wette erst einmal einholen — bei einer Quote von 2,00 ist der Bonus ohne Aufschlag sein Geld wert, und wer sich nur die Bonuszeile ansieht, sieht den falschen Posten. Dass DAZN Bet diesen Abschlag im Kontoverlauf transparent ausweist, ist ein Vorteil gegenüber Häusern, die den Abschlag in den Bedingungen verstecken.

Sportwetten.de: 700 € Mindestumsatz als Eintrittspreis

Beim Willkommensbonus von Sportwetten.de muss der eingezahlte Betrag einfach und der Bonusbetrag sechsfach mit Einsätzen auf Sportwetten umgesetzt werden, zulässig sind nur Wetten mit einer Mindestgesamtquote von 2,00 pro Wettschein; bei 100 € Einzahlung und 100 € Bonus beträgt der Gesamtumsatz 700 €. Die Mindestquote von 2,00 ist eine Ansage: 1,05er-Favoriten fallen komplett aus dem Raster, und wer überwiegend enge Favoritenwetten platziert, kann den Bonus im Grunde nicht freispielen.

Die 700 € sind für einen Spieler mit 10 € Wetteinsatz eine Größenordnung, die eine gewisse Zeit braucht — bei 2 € je Wettschein wären es 350 Wettscheine, die mindestens alle bei einer Quote von 2,00 liegen müssen. Und die Bedingung „Umsatz auf Sportwetten“ schließt die Freiwette, die als Bonus ausgezahlt wird, gerade nicht mit ein: Wer den Bonus erhält, spielt ihn als Guthaben ein, und dieses Guthaben hat seine eigene Umsatzanforderung. Am Ende geht es darum, dass der Bonus zurückgeholt werden kann, und bei diesem Anbieter ist die Strecke dorthin deutlich länger als bei einem Anbieter mit 1,05er-Mindestquote.

bet-at-home: der mit den alten Rechten

Für Bet-at-home.de ist auf der Whitelist die Bet-at-home.com Internet Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020, einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Die Erlaubnis für Sportwetten und die für virtuelle Automatenspiele sind zwei getrennte Erlaubnisse, und die Automaten-Erlaubnis sagt für das Sportwettenangebot nichts.

AdmiralBet: Erlaubnis mit Historie, Konditionen mit Prüfauftrag

Für AdmiralBet führt die Whitelist die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022. Die Folgeerlaubnisse über vier Jahre sind ein Indiz für einen dauerhaften Betrieb — eine Garantie für Sport, Quoten und Bonus aber nicht.

Die Erlaubnis, so verlockend es wäre, sie als Argument zu benutzen, ist keine Aussage über Bedingungen. Wer die Umsatzbedingungen und die Mindestquote von AdmiralBet bewerten will, muss sie im Sportwettenbereich des Anbieters prüfen; Kataloge, die eine Kombiliste ohne diese Angaben anbieten, sind hier keine Hilfe.

Betway: Cash-out als Produkt, Kombi-Boost als Nebensatz

Bei Betway erscheint das grüne Cash-Out-Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Dazu bietet Betway einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Kombination zusammenfasst.

Das ist der Unterschied zu Anbietern, die den Cash-out nur in den Bedingungen führen: Betway macht ihn zu einer Oberfläche. Der Nutzen ist real, aber die Kosten bleiben: Ausgezahlt wird nur der aktuell angezeigte Wert, und wer eine Kombination vor dem Ende auflöst, verkauft die Zukunft der Wette zum Preis eines abgeschlagenen Zwischenwerts. Genau die Konstellation, in der die Marketingaussage „Cash Out“ am teuersten ist.

Tipico: die lange Historie und der Kombi-Vorteil

Tipico ist eine der bekannteren Marken im Feld; die Tipico Co. Ltd. sitzt im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta und wurde 2004 gegründet. Was den Anbieter für Kombinationen interessant macht, ist die Tiefe des Programms: Wer viele Märkte zu einem Spiel findet, findet mehr Kombinationen. Wer dort die Erlaubnis prüfen will, sucht in der Whitelist nach der Tipico Co. Limited, nicht nach dem Logo.

bpremium: Bonusgewinne erst nach dem Fünffachen — die Bedingung, die man übersieht

Bonusgewinne aus Sportwetten bei bpremium können nach den Nutzungsbedingungen erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 ausgezahlt werden. Die 1,7 ist eine der niedrigsten Mindestquoten im Feld, und das macht den Bonus für Kombinationsspieler besonders passend: Viele Kombinationen mit drei bis vier Auswahlen überschreiten die 1,7 deutlich, während sie an einer 2,00-Schwelle scheitern würden.

Die Flipside ist die Wucht der Bedingung:Bei einem Bonus von 100 € und einer Einzahlung von 100 € liegt der Umsatz bei 1.000 €, davon 500 € auf den Bonus und 500 € auf die Einzahlung — bei 1 € Einsatz sind das 1.000 Wettscheine. Der verdiente Vorteil liegt hier nicht in der Höhe des Bonus, sondern in der Niedrigkeit der Mindestquote: Die meisten Wettscheine taugen, und das ist in Kombinationsform mehr wert als ein paar Euro mehr Bonus. Die Bedingung, dass Angebote, sofern nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar sind, ist daneben die übliche Falle.

888sport: Holding und Hintergrund

Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die Konzernstruktur ist offen und nachprüfbar; wer bei 888sport einen Kombi-Bonus sucht, prüft die Details wie bei jedem Anbieter direkt in den Nutzungsbedingungen.

Was die zehn in der Summe unterscheiden

Ein Vergleich über zehn Anbieter endet normalerweise in einer Rangliste, und Ranglisten sind an dieser Stelle unredlich. Die Kosten der vier Posten lassen sich nicht zu einer Zahl verrechnen: Wer 5 % Quotenabschlag auf jede Wette zahlt, für den ist der Bonus weniger wert als für jemanden, der ihn nicht zahlt, und eine Liste, die diese Tatsache ignoriert, wäre ein Vergleich, der zwei verschiedene Rechnungen nebeneinanderstellt. Wer die Tabelle auf den Erlaubnisstand gelesen hat, hat das Wichtigste gesehen: Alle zehn Häuser, die in dieser Übersicht als geprüft auftreten, stehen mit einer Sportwetten-Erlaubnis in der Whitelist — und ob die Liste einen Anbieter enthält, dessen Erlaubnis nur für einen anderen Betrieb gilt, weiß der, der die Whitelist selbst öffnet.

Rechenbeispiel: Was eine Kombination zurückgibt

Die Zahlen hier sind ein Beispiel, keine Botschaft. Bei einer illustrativen Kombination aus drei Auswahlen mit den Quoten 1,50, 2,00 und 2,50 ergibt das Produkt eine Gesamtquote von 7,50. Bei einem Einsatz von 1 € je Linie beträgt der Rückfluss aus Einsatz mal Quote 7,50 €, der Nettogewinn daraus 6,50 €. Bei einem Einsatz von 10 € läge der Rückfluss bei 75 €, der Nettogewinn bei 65 €. Diese Zahlen gelten für die angenommene Gesamtquote und ändern sich mit jeder einzelnen Quote. Weil die Multiplikation so empfindlich auf jede einzelne Auswahl reagiert, ist der Abstand zwischen einer Kombination mit drei Favoriten und einer mit drei Außenseitern größer als der Unterschied zwischen zwei Anbietern — und in beiden Fällen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Kombination vollständig aufgeht, deutlich unter der des Einzelsiegs.

Häufige Fragen zu Kombiwetten und Kombiwetten-Boni

Wie berechnet sich die Gesamtquote einer Kombiwette?

Die Einzelquoten werden nicht addiert, sondern multipliziert. Aus 1,50, 2,00 und 2,50 wird eine Gesamtquote von 7,50; der Einsatz wird mit dieser Zahl multipliziert, um den Rückfluss zu erhalten. Das Produkt wächst mit jeder Auswahl, und der Abstand zur Wahrscheinlichkeit des Gesamteintritts wächst mit.

Warum steigt die Marge, wenn mehr Auswahlen kombiniert werden?

Der Quotenschlüssel eines Marktes liegt unter 100 %, die Differenz ist die Marge des Anbieters. Verbindet man zwei Märkte, multiplizieren sich ihre Schlüssel; die Marge wächst also mit jeder Auswahl mit. Bei drei Auswahlen liegen drei Abschläge übereinander, ohne dass einer davon auf dem Wettschein sichtbar wäre.

Was ist ein Kombiwetten-Bonus, und welche Bedingungen hängen daran?

Es ist ein Zusatz eines Anbieters für Wettscheine mit mehreren Auswahlen, etwa ein Gewinnaufschlag oder eine Gratiswette. Die Bedingungen schreibt der Anbieter: Umsatzhöhe, Mindestquote, Höchsteinsatz je Wettschein, Frist. Eine gesetzliche Regelung von Bonus, Umsatz oder Mindestquote existiert nicht.

Warum ist kein Tipp sicher?

Weil die Wahrscheinlichkeiten der Auswahlen multipliziert werden, nicht addiert. Fünf Auswahlen mit je 70 % Eintrittswahrscheinlichkeit treffen vollständig nur in rund 17 % der Fälle. Analyse verbessert die Auswahl, ändert aber diese Multiplikation nicht; wer Sicherheit verspricht, verkündet etwas, das er nicht wissen kann.

Was kostet es, eine Kombiwette abzusichern?

Der Absichernde zahlt die Marge des Anbieters auf der Kombination und den Abschlag der Wettbörse auf der Gegenwette. Zwei Abschläge in einer Position führen fast immer zu einer kleinen Garantie auf einen Verlust; als Werkzeug für eine Gratiswette ist das meist die teuerste Variante.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf eine Kombiwette aus?

Sie ist als 5,3 % des Einsatzes abzüglich der Steuer definiert, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und der Veranstalter schuldet sie. Ob er sie trägt oder weitergibt, steht in seinen eigenen Bedingungen: DAZN Bet rechnet einen Quotenabschlag von 5 % ab, ODDSET 5 % vom Bruttogewinn.

Inhalt erstellt vom Team «Kleine Einzahlung»